BERGISCH-GLADBACH. Auch wenn es sich nicht um eine
Gemeinschaftsschule handelt, so haben das Berufskolleg Bergisch
Gladbach und das Berufskolleg Kaufmännische Schulen in
Bergisch Gladbach vieles gemeinsam: Sie haben denselben
Schulträger, sie liegen an der Bensberger Straße genau
gegenüber und vor allem: Beide setzen sich als berufliche
Schulform engagiert dafür ein, junge Schulabgänger mit
und ohne bisherigen Abschluss in eine solide Berufsausbildung zu
bringen. Es lag für beide Schulen also auf der Hand, gemeinsam
ihre Arbeit zu präsentieren.
In der letzten Ausgabe berichtete beispielsweise das Bergische
Handelsblatt in seiner Sonderbeilage "Azubi gesucht: Schule
heute/Beruf morgen" über beide Schulformen. Außerdem
öffneten sie am selben Tag ihre Pforten zum Tag der Offenen
Tür.
Dabei wurde die Arbeit im Schulalltag ganz hautnah
präsentiert. Alle Klassen, die in irgendeiner Form mit
Lebensmitteln und Essen zu tun haben, warteten mit leckeren warmen
und kalten Snacks auf. Auch die angehenden Handwerker zeigten ihr
Können aus nächster Nähe. So mancher Besucher konnte
sich sogar die Haare schneiden lassen.
Bernhild Neu, Leiterin des Berufskollegs Bergisch Gladbach, zeigte
sich sehr erfreut über die vielen interessierten
Schülerinnen und Schüler, die mit und ohne ihre Eltern
gekommen waren, um sich vor Ort ein eigenes Bild von ihrer Zukunft
zu machen. Der neue Zweig des Berufskollegs Bergisch Gladbach
beispielsweise, innerhalb von vier Jahren die allgemeine
Hochschulreife und den Berufsabschluss zum/zur "Staatlich
anerkannten Erzieher/in" zu erlangen, wurde stark nachgefragt,
und das nicht nur von Schülerinnen.
Auch am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Bergisch
Gladbach konnte man den Schulalltag nah an der Praxis erleben. Das
Kunstprojektteam stellte seine Arbeiten zum Thema Gewalt aus,
Stromstärken wurden gemessen und politische Internetrecherche
präsentiert. "Die verschiedenen Schulen sind so
konzipiert, dass alle Schülerinnen und Schüler die Chance
haben, die allgemeine Hochschulreife, also das Abi, zu
bekommen", so der Schulleiter Erwin Dax. Dabei legt die Schule
auf den intensiven Kontakt zu kleinen, mittleren und großen
Betrieben in der Umgebung besonders großen Wert. Hier machen
die Schülerinnen und Schüler ihre Praktika und finden im
Anschluss sogar ihre Ausbildungsplätze.




