sd. Lindlar-Frielingsdorf. "Solide, schlicht und rustikal erscheint der neue Kreisverkehr mit dem Schmiedehammer in der Mitte", so Wolfgang Braun, Vorsitzender des Fördervereins Kreisverkehrsplatz.
Und, seine Meinung teilen viele in Frielingsdorf und Umgebung.
Denn der neue Kreisverkehr in der Ortsmitte, der am 6. November
feierlich eingeweiht werden soll, ist ein wirkliches
Schmuckstück und Aushängeschild für Frielingsdorf.
Zwar sind die Bauarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen, aber schon
von Weitem beschreibt der neue Kreisel die Geschichte von
Frielingsdorf eindrucksvoll. Denn der in der Mitte befindliche
Schmiedehammer - eine Leihgabe des ortsansässigen
Traditionsunternehmens Schmidt+Clemens - ist ein Unikat aus
längst vergangenen Zeiten.
Viele Arbeiter aus dem Ort haben an dem 3,50 Meter hohen Hammer
gearbeitet, der zwischen 1918 und 1977 beste Dienste leistete indem
er glühenden Stahl formte.
"Dabei sollte zunächst ein kleiner, von den Fahrzeugen
überfahrbarer Kreisel gebaut werden", so Wolfgang Braun
weiter. Dann wäre für den Hammer ohnehin kein Platz
vorhanden gewesen. Aber die Bürger sowie die
CDU-Verantwortlichen vor Ort wünschten sich einen großen
Kreisverkehr, der von allen Fahrzeugen ohne Probleme umfahren
werden kann. Einziges Problem war nun die Finanzierung des
insgesamt 446.000 Euro teuren Bauvorhabens. Denn die 145.000 Euro,
die die Gemeinde Lindlar bereitstellte; die 40.000 Euro des
Hauptsponsors S+C sowie weitere 180.000 Euro seitens des
REWE-Konzerns reichten nicht aus. Also gründete man den
Förderverein Kreisverkehrsplatz, in dem sich Bürger,
Vereine und Gönner aus Frielingsdorf organisierten, um die
restliche Summe von 81.000 Euro zu stemmen:
Geld- und Sachspenden sowie Eigenleistungen garantierten letztlich
die Realisierung des Projektes "großer
Kreisverkehr".
Und, so machten sich die Feuerwehr, die Katholische Jugend sowie
die Unternehmen Containerdienst Siegfried Kemmerich, Malermeister
Daniel Ziegler sowie Mietpoint Oberberg am 28. März diesen
Jahres zunächst daran eine alte Mauer einzureißen.
Auch ein altes Haus musste dem neuen Kreisel weichen - ebenfalls in
Eigenregie durchgeführt. Und mittlerweile wird der
Schmiedehammer - umgeben von Blumenbepflanzungen und Lindlarer
Grauwacke - auch im Dunkeln angestrahlt.
Der Kreisel wird am 6. November mit einer Veranstaltung offiziell
eingeweiht und von der Kirche gesegnet. Es singt außerdem der
Kirchenchor und es gibt Livemusik. Alle Bürger sind zu der
Eröffnungsfeier herzlich eingeladen - für das leibliche
Wohl ist gesorgt. BU: Der Kreisverkehr mit Schmiedehammer im
Ortskern von Frielingsdorf nimmt immer deutlichere Konturen an.
Auch die Blumenbepflanzungen in der Mitte des Kreisels wurden wegen
Regenmangels von der Scheeler Feuerwehr bereits bewässert.

