Von Montserrat Manke
Wesseling. "Willst Du ein paar Stunden glücklich sein, betrinke Dich. Ein paar Tage, heirate. Willst Du aber ein ganzes Leben lang glücklich sein, werde Gärtner".
Diese chinesische Weisheit, sie trifft sicher auf unsere designierte Hoheit, Prinz Menny I. (Hans-Willi Meisen) zu. Selten sah die Redaktion einen so in sich ruhenden zukünftigen Prinzen.
Keine Spur von Nervosität, kein Händekneten, nein - der 46-Jährige lächelte ausgeglichen in die Runde und schaute sich schmunzelnd das ganze Spektakel an, welches zu seinen Ehren im Rathaus bei der Prinzenvorstellung veranstaltet wurde.
Das muss an Mennys täglichem Umgang mit den Pflanzen liegen, denn der gelernte Betriebsschlosser sattelte 1995 um, machte eine Ausbildung zum Gärtner, sechs Jahre später seinen Meister und 2006 übernahm er mit Ehefrau Gabi deren elterlichen (und stadtbekannten) Betrieb "Theo's Blumenhaus", das heutige Blumenhaus Engels & Meisen.
Gaby lernte Menny 1986 bei einer Geburtstagsfete seines künftigen Spritadjutanten (Für Nichtjecke: Der Fahrer) Ralf Daniel kennen, und seit 18 Jahren sind die zwei verheiratet.
Neben Daniel stehen dem neuen Prinzen Bernd Meschig als persönlicher Adjutant und Markus Rippin als Mann für die Finanzen zur Seite.
Meisen hat zwei Söhne, Maximilian und Lucas, und sein Hobby ist neben Kegeln, seinem Hund Ronja und Fußball ganz klar das Singen: Seit 25 Jahren ist er Mitglied im MGV Wesseling und seit elf Jahren im Kammerchor Cantamus.
"Vielleicht wird er ein singender Prinz, der wirklich singen kann", mutmaßte FWK-Präsident Udo Dornbusch in seiner Vorstellungsrede. Und dafür stehen die Chancen ausnehmend gut: Bei seiner Vorstellung stellte sich der Tenor vor seine Sangesbrüder vom MGV und zeigte, wie gut er singen kann. Zuvor zeigte der FC-Fan ein anderes Talent und hielt seine Antrittsrede in perfektem Kölsch.
Das Motto von Meisen, der der 67. Prinz der Stadt am Rhein wird, lautet: "Met Jesang un bunter Blomesproch fiere mer met üch, bes dat et kracht". Prinz Menny kommt aus den Reihen der KG "Löstige Postillione" und seine Auftritte werden schmuck- und schwungvoll vom Tanzcorps der Gesellschaft begleitet.









