Zu viel Methanol im Wodka

Im Oberbergischen Produkte entdeckt

Oberberg. Das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz hat aufgrund von Laboruntersuchungen festgestellt, dass Wodka der Firma Bärenkrone aus Leinefelde/Worbis einen deutlich erhöhten Methanolgehalt aufweist.

Deshalb hat das Thüringer Landesamt vor dem Verzehr von Wodka folgender Produkte der Firma Bärenkrone gewarnt:
"Excellent Vodka V 24 Original" (Methanolgehalt 13,99 g/l Wodka), "Vodka AntiVirus" (Methanolgehalt 17,54 g/l Wodka), "Premium Vodka Cosmos" (Methanolgehalt 18,36 g/l Wodka).


Mit Gehalten zwischen 3.700 und mehr als 5.000 Gramm Methanol je Hektoliter reinen Alkohols ist der in der EU zulässige Höchstwert von zehn Gramm je Hektoliter reinen Alkohols erheblich überschritten.


Empfänger der betroffenen Wodka-Sorten sind insbesondere Kioske, Tankstellen, Dis­kotheken und Getränkemärkte - auch in Nordrhein-Westfalen.


Laut Dr. Stefan Kohler, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, hat der Oberbergische Kreis Kontrollen im Lebensmitteleinzelhandel durchgeführt. Die betroffenen Produkte sind auch hier im Handel gefunden und sichergestellt worden. "Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Flaschen an den Endverbraucher gelangt sind," so Kohler.


Der in Thüringen untersuchte Wodka wurde als gesundheitsschädlich eingestuft. Durch Methanolvergiftungen können gesundheitliche Schäden hervorgerufen werden, die zur Erblindung führen können, in schwerwiegenden Fällen mit Todesfolge.

Letzte Änderung: Donnerstag, 01.12.2011 14:31 Uhr

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