Open-Air-Kino oder Schrägparken ?

ISG und CIMA informierten über Verbesserungsvorschläge

Kalk (ac). Soll im Sommer ein Open-Air-Kino Menschen in den Stadtgarten locken? Und soll ein Quartiershausmeister als "gute Seele" im Viertel Missstände beseitigen - zum Beispiel den von Kinobesuchern zertrampelten Rasen im Stadtgarten wieder aufpäppeln? 

Spaß beiseite - bis zum 12. Januar stellen die ISG Kalker Hauptstraße und die CIMA Projektentwicklung GmbH im Kalker Bezirksrathaus auf Großplakaten ihre Vorschläge zur Aufwertung der Kalker Hauptstraße aus. Alle Bürger sind eingeladen, darüber abzustimmen oder eigene Vorschläge zu machen.
Als "Dauerbrenner" bezeichnete Bezirksbürgermeister Markus Thiele in seiner Eröffnungs­rede zur Ausstellung das Thema "Aufwertung der Kalker Hauptstraße" und versprach Dirk Kranefuss und Andreas Schröder von der Standortgemeinschaft Kalk die Erfüllung seiner "­Haus­aufgaben": Nach den mehrfachen Demonstrationen in den letzten Wochen, ausgelöst durch Rechtsextreme, steht für Politik und Verwaltung ein Gespräch mit dem Polizeipräsidium an, um dafür zu sorgen, dass nicht immer der rechtsrheinische Stadtteil zur Demo-Meile wird. "Ich bin gespannt, wie viele Einzelhändler nach Weihnachten schließen, weil ihr Geschäft wegen der Demonstrationen nicht gelaufen ist", äußerte Schröder seine Befürchtung dazu. "Ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr ein Feuer entfachen und die Kalker Hauptstraße zum Strahlen bringen können", endete Thiele seine Eröffnungsrede in Anspielung auf die fehlende Weihnachtsbeleuchtung 2011, ebenfalls ein Problem, das eine ISG beseitigen will.
"Es geht nicht darum, Personengruppen auszuschließen, sondern die Straße attraktiv zu machen", betonte Franka Klocke von der Firma CIMA angesichts der großen Präsenz von Unternehmern bei der Gestaltung öffentlichen Raums. Dazu arbeite man auch mit dem Bürgermeister und der Stiftung "KalkGestalen" zusammen. Letztlich würden auch Immobilieneigentümer genau wie Händler von Verbesserungen an ihrem Standort profitieren.
Auf bessere Verkehrsverhältnisse durch die Einführung von Schrägparken auf der Kalker Hauptstraße hofft Kranefuss: Ein Pilotprojekt mit Auswertung durch die Standortgemeinschaft habe positive Ergebnisse gebracht und sei auch bei Radlern gut angekommen.

Skeptisch gaben sich dazu Gert und Ilse Temp, Ladenbesitzer auf der Kalker Hauptstraße: "Schrägparken wollten wir mit der alten IG Kalker Hauptstraße schon einmal durchsetzen. Damals war alles ehrenamtlich, ohne eine Unternehmensberatung". Auch für die ISG-Gründung erwarten sie keine Mehrheit unter den Immobilienbesitzern.

Letzte Änderung: Freitag, 06.01.2012 16:07 Uhr

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