Kreis (hey). Der Name hat sich geändert, der Inhalt bleibt derselbe. Statt "Tanzen ist schöner als Torkeln" heißt die Präventionsaktion jetzt "Tanzen statt Torkeln". Auch im zwölften Jahr lautet das Ziel, Jugendliche, Erwachsene und Händler für den Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.
Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke will dem Nachwuchs gesellschaftliche Alternativen aufzeigen: "Wir können die Jugend vor einer schwierigen Erfahrung bewahren. Es gilt, Prävention in gemeinsamer Runde zu betreiben." Nicht nur er sieht die Eltern in der Verantwortung. Odenthals Bürgermeister Wolfgang Roeske berichtet von seinem 19-jährigen Sohn, der hin und wieder ein Glas Wein mittrinkt. Jürgen Salewski vom Fachdienst Prävention der Diakonie Wermelskirchen fordert von allen Erwachsenen ein offenes Auge. Mit der Arbeit beginnt seine Einrichtung bereits im Kindergarten.
In der Gesamtschule Kürten findet am Mittwoch, 1. Februar, ein Informationstag für die achten Klassen statt. 150 Schüler schauen sich zuerst einen Film an, der beschreibt, wie schnell Alkohol einen Tag beenden kann. Nach einer Diskussionsrunde mit der Polizei testen die Mädchen und Jungen promillefreie Drinks. Vor dem Straßenkarneval arbeiten sie den Stoff im Unterricht auf, nach den tollen Tagen erfolgt eine Evaluation.
Im Bechener Verbrauchermarkt von Thomas Koll hilft das Kassensystem, die Ausgabe von Alkoholika an Jugendliche zu unterbinden. Scannt der Kassierer einen entsprechenden Artikel ein, ertönt ein Signal. Bestehen Zweifel am Alter des Käufers, muss dieser sich ausweisen. Danach bestätigt der Mitarbeiter den Vorgang. Wer keinen Lichtbildausweis bei sich trägt, verlässt den Laden ohne die gewünschte Ware. Ab sofort weisen Plakate im Stadtbild auf die Aktion hin.








