Oberberg. Die ersten Meisen, aber auch
Sperlinge und Stare bauen ihre Nester. Aber: "Natürliche
Brutplätze für Höhlenbrüter wie Meisen sind
heute Mangelware", so Professor Walter Breuer vom
Naturschutzbund (NABU) Oberberg.
"Alte Bäume mit Höhlen oder Spechtlöchern
werden als Risiko angesehen und beseitigt. Für Vögel
gehen Brutplätze in den Baumhöhlen verloren."
Da können nur künstliche Nisthilfen den
wohnungssuchenden Tierarten über die Runden helfen. "Mit
einem Nistkasten kann man Meisen, Feld- und Haussperlingen,
Rotschwänzen oder dem Star ein passendes Quartier
schaffen," erklärt der NABU-Vogelexperte. Für die
Meisen ist es jetzt allerhöchste Zeit, einen Kasten
aufzuhängen. Auch Stare und Kleiber bereiten schon den Einzug
vor.
Mit etwas handwerklichem Geschick und ohne großen
finanziellen Aufwand kann man mit neuen Nistkästen selbst
etwas für die Vögel tun. Anleitungen für
Holz-Nistkästen gibt es beim NABU-Oberberg
(www.nabu-oberberg.de). Und: Keine Holzschutzmittel verwenden.
Wer selber keine Nisthilfen bauen möchte, kann auf ein breites
Angebot in Baumärkten zurückgreifen.
"Aber voll ausgebuchte Nistkästen sind nur zu
erwarten, wenn der Garten naturnah gestaltet ist und die Vögel
auch Nahrung finden," erklärt Professor Breuer.
"Also am besten nicht jede Gartenecke aufräumen und bitte
nie Gift verwenden."

