Wahn (km). In diesen Tagen übergab das bekannte "Theater an der Ruhr" sein Archiv offiziell an die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln.
Damit wird nicht nur eine neue Kooperation zwischen der
Kölner Sammlung und dem Mülheimer Theater begründet,
sondern auch Dokumente eines der erfolgreichsten Theater von NRW
der Öffentlichkeit erstmals zugänglich gemacht. In seiner
Begrüßung zeigte sich der Direktor der Kölner
Sammlung, Prof. Peter W. Marx, höchst erfreut und betonte
"Es ist eine große Ausnahme, dass ein Theater direkt zu
uns kommt und wir nicht nur den Spuren der Theater im Allgemeinen
nachgehen. Unser Ziel ist die Schaffung eines lebendigen
Theaterarchivs" Das Archiv umfasst Fotos, Zeichnungen,
Kritiken, Figurinen, Modelle und weitere Dokumente, von denen eine
ganz kleine Auswahl bei der Übergabe gezeigt wurde. Auch der
Dramaturg des Theater an der Ruhr, Helmut Schäfer, freute sich
über die seit Oktober letzten Jahres laufende Zusammenarbeit
und bekannte "..uns ist die Organisation des Archives einfach
über den Kopf gewachsen und wir sind glücklich mit der
Theaterwissenschaftlichen Sammlung, die hier im Schloss Wahn
untergebracht ist einen kompetenten Partner gefunden zu haben.
Diese Begeisterung teilte auch Roberto Ciulli, der 1980 gemeinsam
mit Helmut Schäfer und dem Bühnenbildner Gralf-Edzard
Habben gegründet. Ciulli verband die Theaterwissenschaft mit
dem lebendigen Theater von heute und deren politische Bedeutung und
berichtete über die politischer Verfolgung, die Autoren des
internationalen Seidenstraßen-Projektes in den beteiligten
Ländern erfahren haben. Die Theaterwissenschaftlich Sammlung
der Kölner Universität im Schloss Wahn zählt
weltweit zu den bedeuteten Archiven und besitzt Bild- und
Textmaterial zum europäischen Theater von 16. Jahrhundert bis
zur Gegenwart. Darüber hinaus umfassen noch kleinere
Spezialarchive Dokumente von enormer Bedeutung.

