Höhenhaus (sf). Welche Sportart macht mir am meisten Spaß? Eine Antwort auf diese Frage erhielten die Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule noch nie so leicht wie beim "Sports Finder Day".
Insgesamt 53 Sport- und Bewegungsangebote wurden den aus allen
Jahrgangsstufen teilnehmenden Schülern vorgestellt und konnten
gleich vor Ort getestet werden.
Die bundesweit aktive Initiative "Sports Finder Day",
Organisator des Sportfestes, stellte neue Trendsportarten vor,
lokale Vereine präsentierten ihr Sportangebot und auch die
Schule selbst war mit einigen Stationen vertreten. Neben
gängigen Sportarten wie Fußball, Inline-Parcours und
Trampolinspringen bot das Sportfest eine hervorragende Gelegenheit,
etwas weniger bekannte Sportarten kennen zu lernen und
auszuprobieren: Im Baseball-Schlagkäfig mussten schnell
geschossene Bälle abgewehrt werden, auch im Speedminton kam es
auf Schnelligkeit an.
Beim Einradfahren war ein guter Gleichgewichtssinn gefragt und beim
Kopfballtennis galt es, Tischtennis mit Köpfchen zu spielen.
Besonders beliebt waren auch die Sportarten, bei denen es hoch
hinausging: An der Kletterwand durfte man, professionell an einem
Sicherheitsseil angebunden, die Spitze der Wand erklimmen, an der
gegenüberliegenden Hauswand der Gesamtschule konnte man sich
von der zweiten Etage abseilen. Da Bewegung bekanntlich hungrig
macht, wurde den Schülern ein reichhaltiges, kostenloses
Buffet geboten, das sie allerdings nicht völlig umsonst
erhielten: Wer sich mit Snacks eindecken wollte, musste an den
einzelnen Sportstationen Stempel sammeln. Rohkost, vitamin- und
ballastreiche Verpflegung war bereits für wenige Stempel zu
haben, Süßes und Kalorienbomben hingegen mussten mit viel
sportlichem Einsatz verdient werden. So lernten die Schüler
spielend den Zusammenhang zwischen Ernährung, Bewegung und
Gesundheit kennen.
Ziel des "Sports Finder Days" ist es aber nicht nur,
Schüler auf die Zusammenhänge zwischen Ernährung und
Bewegung aufmerksam zu machen, sondern sie allgemein zu mehr
Bewegung zu motivieren: "Wir wollen einen Anstoß geben
und zeigen, dass es auch alternative Bewegungsmöglichkeiten
gibt", erklärt Alexander Roth, Organisator des
"Sports Finder Day Teams", das mit zehn ehrenamtlich
tätigen Helfern - von Sportstudenten bis zu
selbstständigen Kreativsportlern - vertreten war. In der
heutigen Zeit bewegen sich Kinder und Jugendliche zu wenig und
verbringen zu viel Zeit an Spielkonsolen und mit dem Surfen im
Internet, meint Roth.
Wenn sich aber einige Schulen etwas öffnen und neue Sportarten
im Unterricht zulassen würden, könnten die Kinder und
Jugendlichen vielleicht auch zu mehr Bewegung motiviert werden,
mutmaßt Roth.


